Interview mit Thomas Greiner von nettedinge
2. September 2012Seit einigen Wochen haben wir einen neuen Hersteller im Programm. Die Filzprodukte von nettedinge sehen nicht nur schick aus, sondern haben auch einen praktischen Nutzen. Grund genug, dem Designer und Inhaber Thomas Greiner ein paar “nette Fragen” zu stellen …
Herr Greiner, wie kommt ein diplomierter Designer ausgerechnet zum Filz? Was fasziniert Sie daran?
Der Filz, den wir verwenden, ist ein ganz und gar natürliches Material und wird zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen (reiner Wollfilz) gewonnen. Das Material ist flexibel und lässt sich duch Biegen und Nähen in überraschende, neue Hohlkörper formen. Auch die Farb- und Materialkombination bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten.

Mit dem Label nettedinge.com setzen Sie ja den Schwerpunkt auf nützlichen Geschenkideen. Wie kommen Sie auf Ihre Produkte?
Die ersten Produkte sind als Geschenke für meine Freunde entstanden. Ich wollte immer etwas besonderes und selbstgemachtes schenken. So entstand beispielsweise die Ladetasche. Mittlerweile arbeite ich geziehlt an neuen Produkten und gehe hierbei immer von kleinen Problemen aus, die noch gelöst werden wollen.
Erzählen Sie uns ein bisschen von der Fertigung – sitzen Sie selbst auch noch mit daran?
Natürlich: Der allererste Prototyp wird von mir noch auf einer alten Pfaff Industrie-Nähmaschine selbst genäht. Dann kommen aber auch schon die Kollegen in der AWO Siegener Werkstätten für behinderte Menschen zum Einsatz. Hier werden die ersten Prototypen gestanzt und genäht und die weitere Produktion vorbereitet. Immer in enger Absprache mit mir.
Wie kam es zur Zusammenarbeit mit einer Behindertenwerkstatt und wieso lassen Sie dort fertigen?
Die Zusammenarbeit kam eigenlich ganz zufällig über meine Frau zustande, die ihre Praktikanten in Behinderten-Einrichtungen betreut. Es macht mir einfach Spaß und Freude, meine Entwürfe hier nähen zu lassen und den Menschen eine einigermaßen sinnhafte Tätigkeit bieten zu können. Wir (die Betreuer und ich) wollen in Zukunft sogar versuchen, die Menschen mit Behinderungen in den Entwurfsprozess einzubeziehen. Hier wollen wir im Herbst einen ersten Workshop mit einigen Klienten durchführen und Entwürfe für neue Produkte entwickeln.
Was sind Ihre Pläne für die Zukunft von nettedinge?
Ich möchte mit nettedinge.com langsam wachsen und mein bisheriges Programm mit neuen Hand- und Laptoptaschen (Damen und Herren) ergänzen. Hier haben wir schon die ersten Prototypen erstellt. Es geht also schon los!
Noch ein Wort zum Schluss?
Carpe diem!






